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'''Weihnachten''', auch '''Weihnacht''', '''Christfest''' oder '''Heiliger Christ''' genannt, ist im Christentum das Fest der Geburt Jesu Christi. Festtag ist der 25. Dezember, der '''Christtag''', auch '''Hochfest der Geburt des Herrn''' (lateinisch ''Sollemnitas in nativitate Domini''), dessen Feierlichkeiten am Vorabend, dem Heiligen Abend (auch Heiligabend, Heilige Nacht, Christnacht, Weihnachtsabend), beginnen. Der 25. Dezember ist in vielen Staaten ein gesetzlicher Feiertag. In Deutschland, , den Niederlanden, der Schweiz und vielen anderen Ländern kommt als zweiter Weihnachtsfeiertag der 26. Dezember hinzu, der auch als Stephanstag begangen wird.

Weihnachten wird meist in der Familie oder mit Freunden und mit gegenseitigem Beschenken gefeiert, mit Weihnachten.

Der Besuch eines Gottesdienstes am Heiligen Abend, in der Nacht oder am Morgen des 25. Dezember ist für viele Menschen Teil der Festtradition; in Deutschland trifft dies auf ein Fünftel der Bevölkerung zu (2016 und 2018).

Im westlichen Christentum ist Weihnachten mit festgelegt; zwischen diesem Sonnengott und ?Christus, der wahren Sonne? ''(Christus verus Sol)'' zogen frühe Christen Parallelen.

Der Brauch der Bescherung der Kinder zu Weihnachten in der heute üblichen Weise stammt aus der Biedermeierzeit und blieb zunächst auf großbürgerliche Kreise beschränkt, denn nur diese hatten das bühnenartig verwendete Wohnzimmer zur Verfügung, konnten sich einen privaten Weihnachtsbaum leisten und aus dem immer vielfältigeren Spielwarensortiment Kindergeschenke auswählen.

Etymologie

Der hochdeutsche Ausdruck ''Weihnachten'' geht auf eine mittelhochdeutsche, adjektivische Wendung ''wîhe naht'' oder ''ze (den) wîhen nahten'' zurück, deren frühester Beleg sich in der Predigtsammlung ''Speculum ecclesiae'' (um 1170) findet.

Das Adjektiv . Das zusammengesetzte Wort kann also mit ''die heiligen Nächte'' übersetzt werden.

Das unpersönliche Verb ''weihnachten'' prägte Theodor Storm. In seinem Gedicht vom ''Knecht Ruprecht'' heißt es in den Anfangs- und Schlusszeilen:

<poem>
Von drauß? vom Walde komm ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!

</poem>

Grundlagen im Neuen Testament

Die überwiegende Mehrheit in der war.

Lukas und Matthäus

Die heute geläufigere Darstellung stammt aus dem Lukasevangelium:

 |Quelle=
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}}

Es folgt bei Lukas die Verkündigung an die Hirten .

Das spricht nach dem Stammbaum Jesu .

Johannesevangelium und Paulus

Im Evangelium nach Johannes und in den Briefen des Paulus wird die Geburt Jesu nicht geschildert, sondern die Geburt, sein öffentliches Auftreten und sein Tod am Kreuz werden vorausgesetzt. Das Johannesevangelium deutet in theologisch-dichterischer Redeweise die Menschwerdung des Gottessohnes:

Auch Johannes der Täufer bezeugt und bekräftigt als ?Vorläufer Jesu? diese Aussage in .

Bei Paulus wird der Glaube an Jesus Christus nicht in erzählerischer Form dargestellt, sondern theologisch verdichtet. Die Menschwerdung des Gottessohnes wird als Kenosis, als ?Entäußerung? und ?Erniedrigung? gepredigt, so im Brief an die Philipper:

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}}

Theologische Aussage

Das populäre ?Maria legte das Kind in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war? . Die Aussagen der Evangelien zur Geburt kennzeichnen die gesamte Sendung Jesu Christi als Gottes Heilstat zur der Menschen durch seinen Sohn, von Jesu Geburt bis zu seiner Hinrichtung am Kreuz: ?Schon in der Geburt ist (oder: wird) hier Jesus der Sohn Gottes?, betonen Matthäus und Lukas, indem sie ihrem Evangelium die weihnachtliche Vorgeschichte voranstellen.

Herkunft weiterer Weihnachtsmotive

Gotteskind und Kindgott

Das Motiv der der Welt vorgestellt wurde.

Die Vorstellung der alljährlichen Wiedergeburt eines Gottes war ebenfalls aus der ägyptischen und griechischen Mythologie bekannt und verband sich darin mit dem Jahreszeiten- und Vegetationszyklus, so namentlich in den Mythen um Osiris und Dionysos.

''Die Geburt des Kindes. Geschichte einer religiösen Idee''. B. G. Teubner, Leipzig und Berlin 1924, S. 36; Walter F. Otto: ''Dionysos. Mythos und Kultus.'' V. Klostermann, Frankfurt am Main 1933, S. 76 ff.</ref>

Autoren der frühen Kaiserzeit erwähnen ein Geburtsfest der ägyptischen Gottheit : ''Naturalis historia'' II, 231. Vgl. Norden: ''Die Geburt des Kindes'', S. 33 ff.</ref>

Durch die : ''Argonautica'' 3.861; zu Brimos: ''Orphischer Hymnus'' 24 (an die Nereiden).</ref>

Der zyprische Bischof : ''Griechische Mythen in christlicher Deutung''. Zürich 1945, S. 1 f. und 145 ff.</ref>

, ?Hellenism in Late Antiquity?.'' In: ''Vigiliae Christianae'' 53/3 (August 1999), S. 305?315, hier S. 314.</ref>

Die Weihnachtsgeschichte ist in den Evangelien nicht (jedenfalls nicht explizit) in einer Höhle lokalisiert. Aber die Geburtshöhlen-Tradition von Bethlehem ist verglichen mit anderen christlichen Pilgertraditionen alt:

  • erwähnte um 150 n. Chr. als erster Autor die Höhlengeburt des Christus und begründete sie biblisch mit der Septuaginta-Version von Jes 33,16a: ?[Ein Gerechter] wird in einer hochgelegenen Höhle eines mächtigen Felsens wohnen.?
  • Ebenfalls Mitte des 2. Jahrhunderts gestaltete das Protevangelium des Jakobus die Geburtsszene in der Höhle legendarisch aus. Dieses Werk wurde in Spätantike und Mittelalter sehr häufig gelesen und hatte großen Einfluss auf die christliche Kunst.
  • Mitte des 3. Jahrhunderts war eine Höhle bei Bethlehem zur christlichen Pilgerstätte geworden, die .</ref>
  • In Spannung dazu steht, was der in Bethlehem wohnhafte .</ref>
  • Für den christlichen Kult wurde die Bethlehemer Höhle im Jahr 326 durch Kaiser Konstantin beansprucht, indem er darüber eine Basilika, die Geburtskirche, errichten ließ.

Ob das Weihnachtsfest als Übernahme älterer Vorstellungen anderer Religionen oder als Verdrängung der parallelen Kulte zu deuten ist, bleibt umstritten. Die Beeinflussung der christlichen Ikonographie durch die antiken Darstellungen des Dionysos, von Isis, Osiris und ihrem gemeinsamen Sohn Horus scheint aber immerhin plausibel.

Verheißung des königlichen Kindes als Hoffnungszeichen

Bei der Prophezeiung eines königlichen Kindes im Buch Jesaja, Kapitel 7 weicht die antike jüdische Übersetzung ins Griechische (Septuaginta) mehrfach vom hebräischen Text ab, der im Judentum normativ ist (Masoretischer Text). Diese Abweichungen sind im folgenden Text unterstrichen.

.</ref>

 |Quelle=
 |ref=

}}

Anstelle von ?Mädchen?, weil dieses letztere Wort die Konnotation ?Dienerin? hat und betont werden sollte, dass eine sozial hochstehende junge Frau das königliche Kind zur Welt bringt.

Eine ähnliche, dabei wohl unverwandte Vorstellung findet sich in der ist symbolisiert in der Geburt eines Knaben:

{|
|
iam redit et Virgo, redeunt Saturnia regna;
iam nova progenies caelo demittitur alto.
|
Schon kehrt wieder die Jungfrau, und wieder das Reich des Saturnus,
schon wird neuer Nachwuchs gesandt von der Höhe des Himmels.

|}

Vergil datierte die vierte Ekloge in das Jahr 40 v. Chr. (Konsulat des Asinius Pollio) und damit in die Zeit der : ?Dies ist der Mann, dies ist er, der dir, wie du öfter hörst, verheißen wird, Augustus Caesar, eines Gottes Sohn, der stiften wird das Goldene Zeitalter von neuem für Latium??

Der Text der 4. Ekloge ist dunkel. Der ?neue Nachwuchs? (''nova progenies'') wird mehrheitlich im Licht von '' 131/4 (2003), S. 456?463.</ref>

Die Magier und der Stern

Die in gängigen Bibelübersetzungen als ?Weise? (Lutherbibel) oder ?Sterndeuter? (Einheitsübersetzung, Zürcher Bibel) bezeichneten Personen sind im Originaltext des Matthäusevangeliums , ?Weise und Priester, die sich auf Stern- und Traumdeutung sowie andere geheime Künste verstand[en].?

Der klassische Philologe und Religionsforscher '' 33,16: liber XXX: ?Magus ad eum Tiridates venerat Armeniacum de se triumphum adferens et ideo provinciis gravis. [?] Magos secum adduxerat, magicis etiam cenis eum initiaverat; non tamen, cum regnum ei daret, hanc ab eo artem accipere valuit.?</ref> Trdat kehrte auf anderem Wege in seine Heimat zurück, wie auch die Magier im Evangelium. Dieterich meinte, dieses historische Ereignis müsse in der Bevölkerung mündlich ?in einer längeren Tradition umgelaufen sein und sich allmählich geformt? haben. Er verband das mit einer Spätdatierung der matthäischen Kindheitserzählungen ins 2. Jahrhundert. Erst zu dieser Zeit sei die Erzählung von der Huldigung der Magier ins Matthäusevangelium ?eingerückt? worden.

Der Astrologie- und Astronomiehistoriker Franz Boll wies zudem darauf hin, dass die Episode mit dem Stern als Wundergeschichte angelegt sei und sich an damalige Vorstellungen angelehnt habe, dass mit der Geburt eines Menschen ein Stern am Himmel erscheine, der mit jenes Tod wieder erlösche. Der Stern war nach antiker Vorstellung umso größer und heller, je bedeutender der betreffende Mensch in seinem Leben werde.

<small>Zu weiteren Vorschlägen einer astronomischen oder astrologischen Deutung des Sternmotivs siehe den Hauptartikel Stern von Bethlehem.</small>

Geschichte des Festdatums

Das Geburtsdatum Jesu Christi wird im ) auch der Tag seiner Geburt als Sohn Gottes war, andere ägyptische Christen hielten den 19. April, den 20. April, den 20. Mai oder den 18. November für den Geburtstag Jesu Christi.

Der 25. Dezember als Tag der Geburt Jesu Christi wurde ausdrücklich erstmals von .

Dass sich der 25. Dezember als Festdatum durchsetzte, wird in der Fachliteratur mit zwei Theorien erklärt, die sich seit dem 19. Jahrhundert herausbildeten und die sich wechselseitig nicht ausschließen:
  • die Berechnungshypothese
  • die religionsgeschichtliche Hypothese.

Berechnungshypothese

Eine Möglichkeit war in Ermangelung weiterer biographischer Daten, das Fest der Geburt des Heilands aus dem Tag der Kreuzigung Christi rückzuschließen. Der Todestag war aus dem Johannesevangelium als der Tag vor Pessach bekannt, der 14. Nisan. Um das Jahr 200 n. Chr. setzte der Kirchenschriftsteller Tertullian diesen 14. Nisan des jüdischen Lunisolarkalenders mit dem 25. März des römischen Solarkalenders gleich, der zudem der entsprach und von den frühen Christen mit dem identifiziert wurde.

In dem 243 geschriebenen Werk ''De pascha computus'' wurde Jesu Geburt auf den Tag der Weltschöpfung, den 25. März, einen Mittwoch, gelegt. Dagegen bezeichnete die bis 221 n. Chr. reichende mit seiner Passion, die sich letztlich in der symbolischen Identifikation der beiden Geschehnisse niedergeschlagen hätte.

Die zunächst von .'' 7, 1953, S. 1 ff.
Strobel 1962.
Eine ausführliche Darstellung und Diskussion der Berechnungshypothese ebenso wie der Sol-Invictus-Hypothese (bei ihr ?History of Religions hypothesis? nach dem deutschen Ausdruck ?apologetisch-religionsgeschichtliche Hypothese?, S. 127) findet sich bei Susan K. Roll: ''Toward the Origins of Christmas.'' Kok Pharos, Kampen (Niederlande) 1995, S. 87?164.</ref>

Religionsgeschichtliche Hypothese

Nach einer zuerst 1889 und 1905 von Online)</ref>

Die Vorstellung Christi als des wahren ''Sol invictus'', des Siegers über den Tod, konnte zu einer harmonischen Ordnung des Kalenders systematisiert werden: Danach war das Sonnenjahr so geordnet, dass zur Zeit der Herbsttagundnachtgleiche am 24. September die Verkündigung und Empfängnis , zur Sommersonnenwende am 24. Juni dessen Geburt, zur die Empfängnis Jesu und zur Wintersonnenwende seine Geburt stattfanden.

Die Religionsgeschichtliche Schule identifizierte pagane Vorläufer für christliche Feste und Rituale. Bezogen auf Weihnachten, wurde diese Deutung in abgemilderter Form auch kirchlich rezipiert. Grundlegend war dabei eine Studie Bernard Bottes von 1932, der die These vertrat, dass vorchristliche Sonnenwendfeiern ?Anregung und Ausgangspunkt?, aber nicht Ursache des Weihnachtsfestes seien.

Der evangelische , der neuen Residenzstadt Konstantins, erst spät, um 380, angenommen wurde.

Eine Schwierigkeit der religionsgeschichtlichen Deutung ist die Annahme, dass es am 25. Dezember einen populären römischen Feiertag des Sol Invictus gegeben habe, denn die Beleglage hierfür ist schlecht. Für die Argumentation Useners hatte ein anonymes Scholion aus dem 12. Jahrhundert große Bedeutung; er meinte, dass sich im Orient ein Wissen über die Hintergründe des Weihnachtsfestes jahrhundertelang bis ins Mittelalter gehalten habe: ?Mit überraschender Offenheit wird hier zugestanden, dass das Weihnachtsfest nach bewährtem Grundsatz kirchlicher Politik geschaffen worden ist um eine für das christliche Volk gefährliche heidnische Festfeier, den Geburtstag des Sonnengottes, zu ersetzen.? Dieser Text lautet in der Übersetzung Useners folgendermaßen:

{{Zitat|Die Ursache, weshalb die Väter das Fest des 6. Januar (Epiphanie) abänderten und auf den 25. December verlegten, war folgende. Nach feierlichem Herkommen pflegten die Heiden am 25. Dec. das Geburtsfest des Sonnengotts (wörtlich: das Fest des Aufgangs der Sonne) zu feiern und zur Erhöhung der Festlichkeit Lichter anzuzünden. An diesen festlichen Bräuchen ließen sie auch das Christenvolk theilnehmen. Da nun die Lehrer der Kirche die Wahrnehmung machten, dass die Christen an diesem (heidnischen) Feste hiengen, kamen sie nach reiflicher Ueberlegung zu dem Entschluss, an diesem Tage (25. Dec.) fortan das Fest des wahren Aufgangs (dh. Geburt), am 6. Januar aber das Fest der Erscheinung (Epiphanie) zu feiern.

 |Quelle=Syrischer Scholiast des [[Dionysius bar Salibi]]
 |ref=

}}

Steven Hijmans bestreitet diese Grundannahme Useners. Sie gründe sich auf Anachronismen und Annahmen des 19. Jahrhunderts über die römische Religion, die forschungsgeschichtlich überholt seien.

Martin Wallraf schlägt vor, christliche solare Symbolik nicht als Übernahme einer römisch-paganen solaren Symbolik zu sehen, sondern als parallele Phänomene, die sich dem gleichen ?Zeitgeist? verdankten.

Die Frage nach der Kontinuität zwischen der römischen Sol-Verehrung und dem christlichen Kult spielt in der Gegenwart auch in Auseinandersetzungen um das Christentum eine gewisse Rolle. Für Christentumsgegner wie Karlheinz Deschner ist die Übereinstimmung des Weihnachtstags mit dem Festtag des ''Sol Invictus ''ein Argument für die Einschätzung des Christentums als synkretistisch. Vertreter dieser Position versuchen so aufzuzeigen, dass das frühe nachapostolische Christentum Elemente älterer heidnischer Religionen übernommen und miteinander verschmolzen haben.

Weitere Hypothesen

Martin Persson Nilsson verglich 1921 die römischen Saturnalien, die ab dem 17. Dezember gefeiert wurden, in mehrfacher Hinsicht (Festessen, Geschenke, Kerzen) mit dem modernen Weihnachtsfest. Er meinte jedoch nicht, dass das christliche Weihnachtsfest der Spätantike direkt auf die Saturnalien zurückgehe. ?Wenn, wie oft behauptet wird, etwas von unserem Weihnachtsfest den S[aturnalien] entstammt, so ist das durch das Kalendenfest vermittelt worden.? Das Fest der ''Kalendae Ianuariae'', ?vom Hof und Zeitgeist begünstigt?, wurde in der späten Kaiserzeit populärer. Die Saturnalien hielten sich aber bis in byzantinische Zeit unter dem Namen Brumalien und wurden vom 24. November bis zur Wintersonnenwende am 25. Dezember einen Monat lang gefeiert.

Hans Förster schlägt als Alternative zur Berechnungs- und Religionsgeschichtlichen Hypothese vor, dass das Interesse an einem Geburtsfest Jesu Christi mit den Pilgerfahrten ins Heilige Land zusammenhing, die im 4. Jahrhundert einen Aufschwung nahmen. Sie waren durch das Bestreben gekennzeichnet, Ereignisse, die in der Bibel beschrieben waren, am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu feiern. Der jährliche Gottesdienst in der Bethlehemer Geburtskirche (6. Januar) galt deshalb als Vorbild und wurde von den Pilgern in ihre Heimatgemeinden mitgebracht.

Geschichte der Weihnachtsfeier

Weihnachtsfeiern wurden von Anfang an von Region zu Region verschieden begangen; ihnen lagen im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Vorstellungen davon zugrunde, was die Bedeutung, das Wesentliche an der Geburt Jesu von Nazaret ausmache. Von der aktuellen Antwort auf diese Frage hängt es auch ab, ob man dem Weihnachtsfest im ''. 24. Dezember 2020, abgerufen am 30. Dezember 2020</ref> zumal der ursprüngliche Sinn des Festes vor allem seit dem 19. Jahrhundert durch Erwartungen an ein ?gelungenes Fest? und Bräuche ergänzt oder überlagert wurde, die allenfalls am Rande mit der Geburt Jesu zu tun haben.

Ausbreitung und Aufwertung der kirchlichen Feier

Das Weihnachtsfest am 25. Dezember kam aus dem lateinischen Westen des Römischen Reichs und setzte sich im Osten nur gegen Widerstände durch. Für das Jahr 381 ist die Feier am 25. Dezember durch Gregor von Nazianz in Konstantinopel belegt, der sich dabei als Initiator oder Förderer des Weihnachtsfests in der Hauptstadt bezeichnete. Seine Predigten zu Weihnachten und Epiphanie richteten sich gegen arianische und apollinaristische Lehren und betonten das trinitarische . Um das Jahr 383 feierte auch Gregor von Nyssa das Weihnachtsfest am 25. Dezember in Kappadokien. Mit dem Weihnachtsfest (bezeichnet als ?????????, ''theopháneia'' ?Erscheinen Gottes?) gedachte Gregor der Geburt Christi, während das Epiphaniefest (genannt ?? ????, ''ta phôta'' ?die Lichter?) ? wie bis heute in der Ostkirche ? sich mit der Taufe verband. 386 predigte Johannes Chrysostomus ?mit großem rhetorischen Einsatz? über das neue, vor etwa zehn Jahren in der Gemeinde von Antiochia eingeführte Weihnachtsfest.

In Ägypten ist das Weihnachtsfest am 25. Dezember erst ab 432 nachgewiesen und wurde wohl in der Auseinandersetzung mit Nestorius eingeführt. In Jerusalem wurde es erst im 6. Jahrhundert unter Justinian gefeiert. Während alle anderen Kirchen den 25. Dezember für Weihnachten übernahmen, hält die armenische Kirche am 6. Januar als Geburtsfest Jesu fest.

Als Gedenktag der Geburt Christi war das Weihnachtsfest zunächst im Kalender der Heiligenfeste eingeordnet, obwohl bereits Online)</ref>

Im Hochmittelalter bildete sich weihnachtliches Brauchtum heraus. Online)</ref>

Säkularisierung und Verbürgerlichung

Bis Ende des 18. Jahrhunderts war Weihnachten in erster Linie ein Fest, das in den Kirchen und auf den Straßen stattfand (Umzugsbräuche, )</ref> Dass ungreifbare mythische Gestalten als externe Gabenbringer in die familiäre Feier einbezogen werden, setzt verstärkt um 1840 ein:

  • Das Christkind geht wahrscheinlich auf Engelgestalten der älteren Weihnachtsumzüge zurück. Martin Luther hatte vorgeschlagen, den Nikolaus durch den ?Heiligen Christ? zu ersetzen. Ausgehend von protestantischen Regionen, breitete sich das Christkind als Gabenbringer im 17. und 18. Jahrhundert auch in katholischen Gegenden aus.
  • Im Weihnachtsmann sind im 19. Jahrhundert verschiedene männliche Schenkfiguren kombiniert worden.

Ausschließlichkeit war nicht erforderlich, Christkind, Weihnachtsmann, Nikolaus und andere Gestalten ()</ref>

?Deutsche Weihnacht?

 unter Verwendung des volkssprachlichen Wortschatzes.)

Dass sich der Ursprung des Weihnachtsfestes mit einem germanischen Mittwinter- oder Julfest verbinden ließe, ist eher unwahrscheinlich, da das Geburtsfest in den Zentren der christlichen Welt bereits bestand, als die Missionierung Mittel- und Nordeuropas noch bevorstand. Dass es für den Mittwinter bei den Nordgermanen Feste gab, ist überliefert. Umstritten ist aber, zu welcher Zeit sie stattfanden und welchen Inhalt sie hatten. Der isländische Mönch Snorri Sturluson berichtet, dass der erste christliche König Norwegens ein Fest namens ''hoggunott'' oder ''haukunott'' von Mitte Januar auf den 25. Dezember habe verlegen lassen.

Aus dem volkstümlichen Brauchtum wurde rekonstruiert, dass das altgermanische Mittwinterfest zugleich ein Toten- und Fruchtbarkeitsfest gewesen sei, an dem der Perchta, den Matronen oder Müttern geopfert wurde und maskierte junge Männer als vermeintliche Totengeister gleichermaßen Schrecken verbreiteten und durch Tanzen die Natur neu beleben sollten (vgl. Perchtenlauf). Das schwedische Luciafest am 13. Dezember fiel ursprünglich ? bis das Land im Jahr 1752 vom julianischen zum gregorianischen Kalender wechselte ? auf den Tag der Wintersonnenwende. Typische Sonnenwendbräuche sind auch in Süddeutschland mit dem Gedenktag der heiligen Lucia von Syrakus verbunden (vgl. das im oberbayerischen ).
Im 19. Jahrhundert herrschte bei Volkskundlern und Theologen besonders im deutschen und skandinavischen Raum ein großer Optimismus, das Weiterleben paganen Brauchtums im christlichen Weihnachtsfest nachweisen zu können. Die heutige Forschung ist hierbei viel zurückhaltender. Autoren wie Carl Magnus Ekbohrn (1854), Alexander Tille (1893) und Gustav Bilfinger (1901) waren überzeugt, dass das ?Volk? über die Jahrhunderte hinweg seine paganen Bräuche weitergegeben habe. Bei Tille klingt das so:

{{Zitat|Christliches Jesusgeburtsfest und römische Januarkalendenfeier ? allein aber machen das Wesentliche nicht aus. Die volkstümliche Weihnachtsfeier Deutschlands stammt vielmehr in der Hauptsache von den zwei großen Festen des deutschen Herbstes, welche ? weit hinauf reichen in vorgeschichtliche Zeit.

 |Quelle=Alexander Tille: ''Die Geschichte der deutschen Weihnacht''. Leipzig 1893, S. 22
 |ref=

}}

Hugo Elm erklärte 1878 den ?geheimnisvollen Zauber? der ?Deutschen Weihnacht? mit dem nordisch-heidnischen Erbe, und im späten 19. Jahrhundert füllten populäre Darstellungen germanischer Bräuche die Weihnachtsausgaben deutscher Tageszeitungen.

Der '', Band 3. Beck, München 2009, S. 154?168, hier S. 158?165.</ref>

Während der NS-Diktatur wurden die heidnisch-germanischen Aspekte von Weihnachten über die Massenmedien propagiert. Während das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes eine große Breitenwirkung mit Geschenkaktionen erreichte (?Volksweihnachten?), ist schwer abschätzbar, wie beliebt Weihnachtsschmuck mit Runen- und Hakenkreuzmotiven oder NS-Weihnachtsliedgut in den familiären Feiern war.

Typisch für das Weihnachten der Bundesrepublik Deutschland ist das Beklagen des bestieg geplant oder spontan die Kanzel, wurde aber am Reden gehindert und geschlagen. Nachdem die Demonstranten gezwungen worden waren, die Kirche zu verlassen, fand der Gottesdienst wie üblich statt.

Im Gegensatz zur KPD der Weimarer Republik, die das Fest abschaffen wollte, war ein mit neuen, säkularen Inhalten gefülltes Weihnachtsfest für die SED erhaltenswert. Jolka-Tanne und als sozialistische Surrogate waren auf DDR-Weihnachtsmärkten ebenso zu finden wie Weihnachtsbaum und Weihnachtsmann. In der DDR verfasste Weihnachtslieder verbanden das Fest mit der Zukunftsvision von Frieden und sozialer Gerechtigkeit. Auf FDJ- und FDGB-Weihnachtsfeiern wurde in den 1950er Jahren häufig Erich Weinerts ''Der neue Stern'' vorgetragen, ein ?proletarisches Weihnachtslied? von 1929, das den roten Sowjetstern als neues Hoffnungszeichen feierte und dabei religionskritisch die christliche Metaphorik nutzte:

<poem style="margin-left: 2em">
{{"|Die Armen sehen das Himmelslicht,
Die Reichen sind blind, sie sehen es nicht.
Es leuchtet überall auf Erden,
Wo arme Kinder geboren werden.
Denn nicht ein Erlöser ist uns erstanden,
Millionen Erlöser in allen Landen.}}
</poem>

Andererseits übertrug das DDR-Fernsehen an Weihnachten 1961 Bachs Weihnachtsoratorium aus der Thomaskirche in Leipzig als eine Art nationales Kulturgut. In den 1960er Jahren schienen traditionelle Weihnachtslieder unproblematisch, da sie nostalgische, aber keine eigentlich religiösen Gefühle wachriefen.

Weihnachten bot während des '', Band 3. Beck, München 2009, S. 154?168, hier S. 163.</ref>

Anglo-American Christmas

In Genf wurden nach Einführung der Reformation 1536 alle nichtbiblischen Feste verboten, darunter Weihnachten. Man nahm an, dass es sich um einen ursprünglich heidnischen Brauch handle, den die Papstkirche eingeführt habe. An den Diskussionen darüber beteiligte sich auch sei das babylonische Wort für Kleinkind usw.).

In England wirkte die puritanische Position in der Gesamtgesellschaft nach, so dass es erst im 19. Jahrhundert zu einem volkstümlichen Fest wurde. Impulse hierzu gingen vom britischen Königshaus aus (Prinz Albert stammte aus Deutschland).

Die Neuenglandstaaten, die von Puritanern, Presbyterianern, Quäkern und Mennoniten geprägt waren, feierten Weihnachten bis ins 19. Jahrhundert nicht.

Zum englischsprachigen Advents- und Weihnachtsliedgut leisteten Dichter mit freikirchlichem Hintergrund einen bedeutenden Beitrag (Beispiele: ''.

In Oberschichtkreisen der Stadt New York, die 1624 von Niederländern als Online)</ref>

  • John Pintard warb in New York für die Figur des Sinterklaas, der über den Atlantik komme und Gebäck aus Amsterdam mitgebracht habe, das er an brave Kinder verteile.
  • Washington Irving (''History of New York'', 1809) machte diese angebliche New Yorker Tradition überregional bekannt.
  • 1823 erschien in ''The Sentinel'' in Troy (New York) ein anonymes Gedicht ''An Account of a Visit of St Nicholas''. Es änderte das Erscheinungsbild des Santa Claus zum gütigen Geschenkebringer, der auf einem fliegenden Rentierschlitten unterwegs sei. War der Geschenketermin vorher am Nikolaustag oder Neujahr, so ist Santa Claus seit diesem Gedicht mit dem 25. Dezember verbunden. Clement Clarke Moore erklärte 1844, dass er der Autor des Gedichtes sei, aber womöglich zu Unrecht. Sprachliche Indizien deuten auf den 1828 verstorbenen Henry Livingston, der Gelegenheitsgedichte für Zeitungen verfasste.
Am 26. Juni 1870 erklärte Präsident Ulysses S. Grant Weihnachten zum staatlichen amerikanischen Feiertag; 1923 entzündete die First Lady Grace Coolidge die Kerzen eines seither üblichen National Christmas Tree. Die Trennung von Kirche und Staat in den Vereinigten Staaten kommt darin zum Ausdruck, dass der U.S. Postal Service jährlich zwei Weihnachtsmarken herausgibt, so dass man zwischen einem säkularen Motiv und einem weihnachtlichen Gemälde der National Gallery of Art auswählen kann.

In islamischen Staaten wurden Kirchen der christlichen Minderheit zum Weihnachtsfest mehrfach Ziel terroristischer Anschläge mit islamistischem Hintergrund: In den Jahren 2010 und 2017 in .

In Afrika-zentrierter Kultur

 Online)</ref>

Liturgie und Brauchtum heute

Die Weihnachtszeit im Kirchenjahr

Der Weihnachtsfestkreis besteht aus der .

Die weihnachtliche Festzeit beginnt liturgisch mit der ersten Vesper von Weihnachten am Heiligabend (siehe dazu auch Christvesper). Der erste liturgische Höhepunkt der Weihnachtszeit ist die Mitternachtsmesse in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember (siehe Christmette). Der achte Tag oder der Oktavtag von Weihnachten wird im Alpenraum auch als Ebenweihtag bezeichnet.

Die Weihnachtszeit endet in den evangelischen Kirchen mit Epiphanias ''(Erscheinung des Herrn)'' am 6. Januar, in der ordentlichen Form des der katholischen Kirche mit dem Fest Taufe des Herrn am Sonntag nach ''Erscheinung des Herrn''. In der altkatholischen Kirche und der außerordentlichen Form des römischen Ritus endet die Weihnachtszeit mit dem Ritus der Krippenschließung am Fest der Darstellung des Herrn am 2. Februar, volkstümlich ''Mariä Lichtmess'' oder auch nur ''Lichtmess'' genannt.

Abweichend von diesem in vielen westlichen Kirchen geltenden Brauch hat der vor allem im Bistum Mailand gepflegte ambrosianische Ritus auch in der Liturgiereform der römisch-katholischen Kirche die Regelungen des Ambrosius beibehalten. Dort beginnt die Adventszeit mit dem , einem Quatembertag, wodurch sich sechs statt vier Adventssonntage ergeben, und die Weihnachtszeit endet am mit dem Fest der Darstellung des Herrn (volkstümlich auch Mariä Lichtmess genannt). Damit hat sich dort die Tradition bewahrt, dass Buß- und Fastenzeiten sowie die weihnachtliche und die österliche Freudenzeit in Anlehnung an Jesu Rückzug in die Wüste (40 Tage; ) jeweils 40 Tage dauern. Im Brauchtum zeigen sich die Unterschiede darin, dass Christbaum und Krippe bis zum 6. Januar oder bis zum 2. Februar stehenbleiben.

Am Fest der Darstellung des Herrn klingt die Weihnachtszeit nach. Das zeigt sich unter anderem in den liturgischen Perikopen des Tages, die in den westlichen Kirchen gleich sind. In der alttestamentlichen Lesung ) schließt unmittelbar an das Weihnachtsevangelium an.

Römisch-katholisch

Bereits . Diese Ordnung war bis weit ins Mittelalter üblich, örtlich bis ins 18. Jahrhundert.

Die älteste dieser Messen ist die Festmesse ?am Tage? ''( schließt). Die Stationskirche der Mitternachtsmesse war die Marienbasilika auf dem erklärte sie dann für verbindlich.

Im 11. Jahrhundert tauchen in Frankreich erstmals szenische Darstellungen im Gottesdienst auf, sogenannte Weihnachtsspiele. Franz von Assisi stellte in Greccio eine Krippe mit einem lebenden Ochsen und Esel auf, verlas in der Messe das Evangelium und hielt eine Predigt. Kaiser verbot für die habsburgischen Länder die Krippenspiele in der Messfeier, die deshalb zum häuslichen Brauchtum wurden.

Liturgisch beginnt die Weihnachtszeit mit der ersten Vesper von Christi Geburt am 24. Dezember und endet am Fest der Taufe Christi am ersten Sonntag nach Epiphanias. Die Lesungstexte schreiten in den Messen fort. In der Messe am Heiligen Abend steht noch die Erwartung im Vordergrund (.

Das Weihnachtsfest erhielt in der Liturgie ab dem 8. Jahrhundert eine Oktav, in der aber die in diese Zeit fallenden und zu dem Zeitpunkt bereits bestehenden Heiligenfeste erhalten blieben.