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Der '''Weihnachtsmann''' ist eine Symbolfigur weihnachtlichen Schenkens, die in Deutschland vor allem in Nord-, Mittel- und Ostdeutschland sowie in der übrigen Welt besonders in evangelisch geprägten Regionen, wie in der französischsprachigen Westschweiz ''(Père Noël),'' den Niederlanden, Skandinavien, Estland, Lettland, dem Vereinigten Königreich, in Australien, Kanada und den Vereinigten Staaten, populär ist.<ref name="uniaugsburg">Uni Augsburg: Christkind</ref>

Dargestellt wird er als rundlicher, freundlicher alter Mann mit langem weißem Rauschebart, rotem und mit weißem Pelz verbrämten Gewand; Attribute sind sein Geschenkesack und (früher auch) eine Rute. Dass es diese Darstellung bereits im 19. Jahrhundert gab, beweisen zeitgenössische Postkarten.<ref name="sueddeutsche">Charlotte Frank: ''Weihnachtsmann: Coca Cola? Ach was!'', sueddeutsche.de, vom 27. Dezember 2007, abgerufen am 12. November 2010. Hier eine US-amerikanische Zeichnung von 1866: http://2.bp.blogspot.com/_OTMUiaguXCM/TQE9TiEVcdI/AAAAAAAAACg/woxs8NZyIWk/s1600/Apresenta%25C3%25A7%25C3%25A3o23.jpg, hier eine Weihnachtsmann-Postkarte von 1903: http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10009&pk=736023&p=1</ref>
Die Coca-Cola Company nutzte ab 1931 alljährlich zur Weihnachtszeit diese Darstellung für eigene Werbekampagnen.

Angeblich bringt der Weihnachtsmann braven Kindern am Heiligen Abend Geschenke, den unartigen hingegen bloß eine Rute. Er vereinigt somit Eigenschaften des heiligen Bischofs Nikolaus von Myra und seines Begleiters, des Knechts Ruprecht.

Ursprung und Bräuche

Heiliger Nikolaus

Die Gestalt des Weihnachtsmannes geht vor allem auf die europäischen Volkslegenden um den heiligen Nikolaus zurück; er ist aber keinesfalls mit diesem gleichzusetzen. Nikolaus von Myra war ein Bischof im 4. Jahrhundert, um den sich zahlreiche Legenden ranken. Schon im Mittelalter wurden im Hinblick darauf Kinder am Gedenktag des hl. Nikolaus, dem 6.?Dezember, oft auch schon am Vorabend beschenkt. Dieses Datum war früher auch der Bescherungstag, der erst im Laufe der Reformation und infolge deren Ablehnung der Heiligenverehrung in vielen Ländern auf das Weihnachtsfest gelegt wurde (siehe auch Christkind). Publizistisch erstmals erwähnt wurde der ?Weyhnachtsmann? im Jahr 1770 in der Berliner Wochenzeitschrift ?Mannigfaltigkeiten?.

Seit dem 13. Jahrhundert verkörperte in Kloster- und Stiftsschulen oftmals ein Schüler am Gedenktag des hl. Nikolaus den ?Kinderbischof? mit entsprechenden Weisungsrechten, ein Brauch, der später an einzelnen Orten wieder aufgenommen wurde. Nach dem Konzil von Trient, das Festlegungen zur Residenz- und Visitationspflicht der Bischöfe in ihren Diözesen traf, trat der heilige Nikolaus auch als Visitator auf, der, in Begleitung eines gezähmten Teufels, das Volk zu Hause besuchte und nachfragte, ob die Kinder im vergangenen Jahr brav oder unartig gewesen waren.

Gabenbringer

Die Tradition des Nikolaus lebt heute noch in Teilen Europas weiter. In den Niederlanden (Sinterklaas), Belgien, Luxemburg, Westdeutschland, Sachsen, Tschechien und der Schweiz kommt der Nikolaus am Vorabend des 6. Dezember ins Haus, um vorweihnachtliche Leckereien zu schenken oder diese in der Nacht in einen vor dem Fenster aufgestellten Nikolaus-Stiefel zu legen.

Ähnlich agiert er in Bayern und Österreich am 6. Dezember, wo vielfach am Tag davor die wohl von den winteraustreibenden Perchten (keltischen Ursprungs) inspiriertem Krampusse die Gegenspieler sind?? in vollständig traditioneller Version mit einem Pferdefuß und zwei Hörnern, einer Reisigrute (die vielfach [spielerisch] benutzt wird) und über dem Teufelsschwanz einer auf den Rücken geschnallten Holzbutte, in der angeblich die ?schlimmen? Kinder abtransportiert werden. Krampustag ist eigentlich der 5. Dezember, dennoch kommt der Krampus aus praktischen Gründen oft erst am 6. Dezember gemeinsam mit dem Nikolaus, der ihn dann bei jedem Auftritt erfolgreich in die Schranken weist. Der Begriff der Perchten findet sich auch in der Bezeichnung ?Knecht Ruprecht? für den Begleiter des Nikolaus wieder.

Im , Band 1, S. 694</ref>

Neben dem Nikolaus hatte sich in zahlreichen Regionen des deutschsprachigen Raumes die Symbolgestalt des Christkinds herausgebildet,<ref name="uniaugsburg" /> auch in Abgrenzung zum ?Heiligen Christ?, den Martin Luther an die Stelle des heiligen Nikolaus gesetzt hatte. Der Brauch des Beschenkens der Kinder an Weihnachten wurde von Luther seit etwa 1535 als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagiert, um so das Interesse der Kinder auf Christus anstelle der Heiligenverehrung zu lenken. Die Beschenkung war seit der Reformation auf den Heiligen Abend verlegt worden. Im Volk blieb aber der Nikolaus als Geschenkeüberbringer ebenfalls populär.

Im bekannten Weihnachtslied '' die Rolle des Weihnachtsmanns als Gabenbringer allgemein bekannt war.

Die nordische Sagengestalt des Nisse (von dänisch ''Niels'' für ''Nikolaus''), deutsch adaptiert als Wichtel, erinnert mit ihrer roten Mütze an den Weihnachtsmann. Davon abgeleitet ist der Brauch des Wichtelns in der Vorweihnachtszeit, in dem man sich gegenseitig und anonym in zufälliger Zuordnung von Schenkendem und Beschenktem beschenkt.

Die seit 2002 bestehende Aktion </ref>

Skandinavien

Im nördlichen Europa existiert seit alters her eine Gestalt, die mit Rute und Nüssen die Menschen auf die lange Winterszeit vorbereitet. Die Rute galt dabei als Fruchtbarkeitssymbol, die Nüsse als gehaltvolle und haltbare Nahrung. Dieser bärtige alte Mann war in einen langen braunen Winterpelz mit Kapuze gekleidet und fuhr auf einem Rentierschlitten, sein Wohnort ist Lappland. Man geht davon aus, dass hier noch Elemente des nordischen Gottes Odin sowie des Gottes Balder enthalten waren.

In Finnland kennt man den Joulupukki.

Väterchen Frost

Die russische Variante des Weihnachtsmanns ist ''Ded Moros'' (, ?Schneeflöckchen?) genannt wird.

Santa Claus

Europäische Auswanderer brachten den Sankt-Nikolaus-Brauch mit in die Vereinigten Staaten von Amerika. Insbesondere in den niederländischen Kolonien wurde das ''Sinterklaasfeest'' gefeiert, zumal Sankt Nikolaus auch der Schutzpatron von Nieuw Amsterdam, dem späteren New York, war. Aus dem niederländischen ''Sint Nicolaas'' oder ''Sinterklaas'' wurde der englische ''Saint Nicholas'' oder ''Santa Claus''.

Der heutige populäre Mythos des Weihnachtsmanns, der mit einem von lieferte.

Erscheinungsbild des Weihnachtsmannes

Geschichte

Die Gestalt des heiligen Bischofs Nikolaus wurde Mitte des 19. Jahrhunderts mit ein.

Eine der ersten Beschreibungen, die der heutigen Form des Weihnachtsmannes ähnelt, stammt aus einem Gedicht des New Yorkers William Gilley. Dieser beschrieb im Jahr 1821 ''Santeclaus'' als ganz in Fell gekleidet und auf einem von Rentieren gezogenen Schlitten fahrend.<ref name="sueddeutsche 1">Markus C. Schulte von Drach: ''Wer ist eigentlich dieser Typ in Rot? Der ausgewanderte Sinterklaas''; sueddeutsche.de, 6. Dezember 2007, abgerufen am 12. November 2010.</ref>

Eine weitere Darstellung findet sich in dem Gedicht ??Twas the night before Christmas? (A Visit from St.?Nicholas) von Clement Clarke Moore aus New York aus dem Jahr 1822, das erheblich größeren Einfluss hatte. Er beschrieb den Nikolaus als rundlichen, lustigen Elfen mit rundem kleinen Bauch, ganz in Fell gekleidet, mit glitzernden Augen, rosigen Bäckchen, einer Nase wie eine Kirsche, einem langen schneeweißen Bart und einer Pfeife.<ref name="sueddeutsche 1" />

Die Darstellung des Nikolaus im weltweit verbreiteten Kinderbuch ''Struwwelpeter'' des Frankfurter Arztes Heinrich Hoffmann, das 1844 entstand, ist der heutigen Darstellung des Weihnachtsmannes sehr ähnlich. Aus derselben Zeit stammt eine Zeichnung von Moritz von Schwind im Münchener Bilderbogen Nr.?5 von 1848 unter dem Titel ''Herr Winter'', der eine gestrenge, ungeliebte Figur darstellt und zu dem die Menschen Distanz halten.

Der Deutsch-Amerikaner der heute bekannte Weihnachtsmann gezeichnet.

Gestaltung als Werbefigur für Coca-Cola

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschien Santa Claus immer wieder in blauen, braunen, goldenen aber auch schon in roten Mänteln. Bereits 1822 beschrieb Clement Clark Moore in seinem Gedicht ?A Visit From St. Nicholas? einen gutmütigen, fröhlichen Mann in einem roten Mantel.
Die New York Times schrieb 1927: ?Ein standardisierter Santa Claus erscheint den New Yorker Kindern. Größe, Gewicht, Statur sind ebenso vereinheitlicht wie das rote Gewand, die Mütze und der weiße Bart?.

Die Coca-Cola-Company schreibt dazu auf ihrer deutschen Webseite: ?Die heute bekannte Figur des Coca-Cola Santa Claus gibt es seit 1931. Verantwortlich für sein Aussehen ist der Cartoonist und Grafiker Haddon Sundblom. Er entwarf den freundlichen Gesichtsausdruck und den weißen Bart und kleidete ihn in den Coca-Cola Farben Rot und Weiß?.
Als Haddon Sundblom das Gesicht des Weihnachtsmann gestaltete, hatte er ein reales Modell vor Augen: Lou Prentiss, ein langjähriger Freund des Designers und ehemaliger Verkäufer der Company. Später nutzte Sundblom hilfsweise sein eigenes Spiegelbild.
Möglicherweise flossen in Sundbloms Gestalten auch skandinavische Motive ein. Bis 1964 zeichnete er jedes Jahr mindestens einen Weihnachtsmann für die Coca-Cola-Werbung und prägte, zusammen mit den immensen globalen Marketingkampagnen der Coca-Cola-Company, nachhaltig die Vorstellung des modernen Weihnachtsmannes.

Wohnort

Der Schweizer Nikolaus ist im Schwarzwald zuhause, geht am 6.?Dezember mit seinem Esel auf Wanderschaft und wird vom Schmutzli begleitet. Nach Auffassung der Finnen lebt der Weihnachtsmann im lappländischen Korvatunturi; es wird allerdings auch behauptet, er lebe in Rovaniemi, vor allem seitdem dort 1998 ein SantaPark gestaltet wurde. Nach Überzeugung der Schweden lebt er in Dalarna, oder er hat in der alten Tradition als ''tomte'' keinen festen Wohnsitz. Nach dänischer Auffassung ist er in Grönland zu finden.
Der amerikanische Santa Claus wohnt am Nordpol. In manchen Kinderbüchern hingegen wird der Weihnachtsmann als am Südpol wohnend beschrieben.

Andere behaupten, dass der Weihnachtsmann bzw. dessen Ursprung aus der Region von Antalya stammen soll, was sich wohl auf den historischen Nikolaus von Myra bezieht. Alternativ wird der Nikolaus in Süditalien verortet, weil die Reliquien des Heiligen von Kreuzfahrern im Mittelalter dorthin verschleppt worden sind. Der niederländische Sinterklaas kommt mit einem Dampfschiff aus Spanien, begleitet von seinem Kompagnon, dem ''Zwarten Piet''. Spanien wird manchmal als eine Verwechslung mit Italien gedeutet; die Herkunftsangabe mit dem niederländischen Landesnamen ''Spanje'' stammt jedenfalls aus einem Gedicht des 19. Jahrhunderts, in dem sich der Landesname auf ''appeltjes van oranje'' (Apfelsinen, Orangen) reimt.

Fassadendekoration mit Weihnachtsmann

In den letzten Jahren wurde in Deutschland, aber auch in Österreich, der US-Weihnachtsdekorationstrend kopiert, an Häuserwänden als Weihnachtsmann bekleidete Puppen als ?Fassadenkletterer? anzubringen. In Mietshäusern ist dazu die Erlaubnis des Vermieters erforderlich, und die Hausfassade darf nicht beschädigt werden.

Briefe an den Weihnachtsmann

Viele Kinder schicken in der Adventszeit Briefe mit Wünschen an den Weihnachtsmann. Diese werden in vielen Staaten im deutschsprachigen, angloamerikanischen und skandinavischen Kulturraum in eigens eingerichteten Weihnachtspostämtern gesammelt und zumeist auch beantwortet.

In Deutschland beantworten Briefmarkensammler im Dorf Himmelreich, einem Ortsteil von Neustadt am Rübenberge bei Hannover, zu Weihnachten regelmäßig die Post, die von Kindern an den ?Weihnachtsmann im Himmelreich? geschickt wird. Das geschieht auch in dem kleinen Dorf Himmelreich (beim Höllental) im Schwarzwald. Das einzige bayrische Weihnachtspostamt gibt es in Himmelstadt, in der Nähe von Würzburg.

Weitaus bekannter ist jedoch das Weihnachtspostamt im brandenburgischen Himmelpfort in der Nähe von Fürstenberg nördlich von Berlin, wo jährlich mittlerweile bis zu 200.000 Briefe aus aller Welt von ehrenamtlich tätigen Menschen beantwortet werden. Auch im niedersächsischen Himmelpforten in der Nähe von Stade werden seit 1961 Briefe an den Weihnachtsmann beantwortet. 2001 waren es etwa 23.000 Briefe, die das dortige Postamt erreichten.

Ein weiteres Weihnachtspostamt gibt oder gab es in Deutschland im Hildesheimer Stadtteil Himmelsthür sowie in Engelskirchen in Nordrhein-Westfalen und in St. Nikolaus südwestlich von Saarbrücken.

In Österreich erhalten seit 1950 zwischen dem ersten Adventsonntag und dem 6. Jänner Briefsendungen im Postamt Christkindl des praktischerweise seit drei Jahrhunderten Christkindl heißenden Wallfahrtsorts, der heute ein Ortsteil der Stadt Steyr ist, einen Sonderstempel (rund zwei Millionen jährlich).

''Die Briefe vom Weihnachtsmann'' verfasste unter anderem der Autor J. R. R. Tolkien. Die von Aquarellen und Zeichnungen begleiteten Briefe an seine Kinder beginnen in den 1920er Jahren und erzählen Geschichten von dem am Nordpol lebenden Weihnachtsmann, dem tollpatschigen Nordpolarbär und gefährlichen Kobolden. Sie wurden in den 1970er Jahren posthum veröffentlicht.

Gibt es einen Weihnachtsmann?

Im Jahr 1897 schrieb die achtjährige '' schrieb, die Idee dazu hatte ? wird dieser Briefwechsel zur Weihnachtszeit in dieser Zeitung abgedruckt.

Als ein 31-Jähriger im Dezember 2018 Besuchern eines ?Frühstücks mit dem Weihnachtsmann? vor einer Kirche in Cleburne (Texas) zurief, der Weihnachtsmann sei ?nicht echt?, wurde er vorübergehend festgenommen.

Schokoladenweihnachtsmann

Besonders am Nikolaustag wie auch am 24. Dezember sind Schokoladenfiguren des hl. Nikolaus als auch des Weihnachtsmannes sehr beliebt. Um 1820 entstanden die ersten aus massiver Schokolade gefertigten Nikolausfiguren im Bischofsornat mit Mitra und Stab. Etwa 20 Jahre später wurden sie erstmals in der heute gewohnten Form als Hohlkörper hergestellt. Die Darstellung wechselte mit dem Aufkommen der Weihnachtsmannfigur überwiegend zur heute vorherrschenden Form.

Zur Herstellung wird flüssige Schokolade zwischen die zwei Hälften einer Form gebracht und im sogenannten Schleudergussverfahren solange gedreht, bis sich die Schokolade gleichmäßig verteilt hat und erkaltet ist. Über 9000 Tonnen Schokolade werden in Deutschland jährlich zu etwa 100 Millionen Schokoladenweihnachtsmännern verarbeitet. Damit liegt der Schokoladenweihnachtsmann an zweiter Stelle hinter dem Schokoladenosterhasen, auf den 56 % der Schokoladenhohlkörperproduktion entfallen (Zahlen aus dem Jahr 2002). Schokoladennikoläuse nehmen in Deutschland einen geringeren Marktanteil ein, gehören jedoch für einige Süßwarenhersteller ebenso zum festen Sortiment.

In Österreich sind nach wie vor Schokoladennikolaus und -krampus üblich, Schokoladenweihnachtsmänner sind hingegen eher seltener zu finden. Mittlerweile sind manche Produzenten dazu übergegangen, aus ein und denselben Gussformen sowohl Schokoladenweihnachtsmänner als auch -nikoläuse herzustellen, die sich lediglich durch ihre Verpackung unterscheiden.

Der Weihnachtsmann in Musik, Literatur und Film

Musik

Das bekannteste Lied ''Morgen kommt der Weihnachtsmann'' stammt von Hoffmann von Fallersleben (1798?1874). Es entstand etwa um 1840.
In seinem Lied ''Nikolaus und Weihnachtsmann'' erklärt Rolf Zuckowski humorvoll den Unterschied von Nikolaus und Weihnachtsmann.

Literatur

Der Weihnachtsmann erfreut sich in neueren Kinderbuchserien wachsender Beliebtheit. Dabei werden etwa in ''Lauras Stern'', ''Conni'' oder ''Felix'' eigene Bücher rund um Weihnachten gestaltet, in denen die Frage nach der Existenz des Weihnachtsmanns und seinen geheimnisvollen Fähigkeiten, Wünsche zu erraten und zu erfüllen, thematisiert werden.

In dem bekannten Märchen ''Peterchens Mondfahrt'' von Gerdt von Bassewitz (1912 uraufgeführt, 1915 als Buch erschienen) spielt der Weihnachtsmann mit seiner ?Weihnachtwiese?, auf der alle Geschenke wachsen, eine herausgehobene Nebenrolle. Das Märchen wurde 1959 und 1990 verfilmt und häufig im Weihnachtsprogramm der ARD gesendet.

Siegfried Lenz verarbeitet das Motiv in seiner Kurzgeschichte ''Risiko für Weihnachtsmänner'' (1957).

In Ray Bradburys erstmals 1949 erschienenen Kurzgeschichte ''Die Verbannten'' ist der Weihnachtsmann zusammen mit anderen phantastischen Figuren auf den Mars geflüchtet, da Phantasie auf der von Wissenschaftlern dominierten Erde verboten ist. Eine "armselige, heruntergekommene" Figur, löst er sich wie die anderen Phantasiegeschöpfe in Luft auf, als die Raumschiffexpedition von der Erde auf dem Mars die letzten phantastischen Bücher verbrennt, die noch in einem Museum aufbewahrt worden waren.

Filme

In vielen US-amerikanischen Filmen ist das Thema ?Glaube an den Weihnachtsmann? als Erfüller von Kinderwünschen ein zentraler Punkt. ''Das Wunder von Manhattan'' wurde von 1947 bis 1994 mehrfach verfilmt. Der Schauspieler Edmund Gwenn erhielt für die Rolle 1947 sogar einen Oscar. Ebenfalls diese Thematik haben die Weihnachtsfilme der ''Santa-Clause''-Trilogie mit Tim Allen. Der Film ''The Nightmare Before Christmas'' (1993) ist dagegen ein satirisches Gegenstück dazu. Eine sehr klassische Abhandlung der Weihnachtsmann-Thematik bietet der Film ''Der Polarexpress'' aus dem Jahr 2004.

Als Gegengewicht zu den zahlreichen US-amerikanischen Santa-Claus-Filmen entwickelte der Kinderfernsehsender KiKA die Figur des Beutolomäus, unter anderem in dem Film ''Beutolomäus und der geheime Weihnachtswunsch'' (2006).

Literatur

  • Manfred Becker-Huberti: ''Der Weihnachtsmann lebt. Wie er wurde, was er ist.'' Illustriert von Andrea Schraml. Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien 2004, ISBN 3-451-07035-9.
  • Manfred Becker-Huberti: ''Lexikon der Bräuche und Feste: 3000 Stichwörter mit Infos, Tipps und Hintergründen für das ganze Jahr'', 4. Auflage. Herder, Freiburg im Breisgau, 2007, ISBN 978-3-451-28533-2.
  • Thomas Hauschild: ''Weihnachtsmann. Die wahre Geschichte.'' Fischer, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-10-030063-8.
  • Gerhard Müller: ''Seit wann gibt es den Weihnachtsmann?'' In: ''Der Sprachdienst'', Heft 6, 2016, Seite 223?228.
  • Günther Richter: ''Feste und Bräuche im Wandel der Zeit: Kirmes, Kürbis und Knecht Ruprecht'', Luther, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7858-0590-9.

Weblinks

Einzelnachweise